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Stuttgart SMZ 2017

Tag der Medienkompetenz: Stuttgart 2017

Leitperspektive Medienbildung: erfahren, umsetzen und wirken

In Vorträgen und Workshops lieferte der Medienkompetenztag des Stadtmedienzentrums Stuttgart, Rotenbergstraße 111, am 22.02.2017, Anregung, Hilfestellung, Reflexion und Praxisbeispiele, die Leitperspektive Medienbildung im Unterrichtsgeschehen mit Leben zu füllen. Hier ein erster Rückblick.

Der neue Bildungsplan 2016/17 verankert verbindlich die Medienbildung in der Schule. Die „Leitperspektive Medienbildung“ durchzieht Grundschulen und weiterführende Schulen und betrifft alle Fächer. Themen des Jugendmedienschutzes werden im Unterricht aufgegriffen und medienpädagogisch bearbeitet. Die technische Ausstattung an Schulen muss weiter ausgebaut werden, damit an geeigneter Stelle medienpädagogische Inhalte für Schülerinnen und Schüler realitätsnah und zukunftsorientiert vermittelt werden können.

Zur Begrüßung stellte OStR Hans-Jürgen Rotter, Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart (SMZ) am Landesmedienzentrum BW, die Aufgaben des Medienzentrums vor und ließ in die multimediale 3D-Zukunft vorausblicken:

Die Workshops am Vor- und Nachmittag umrandeten zwei Hauptvorträge: 

Georg Stock, Schulverwaltungsamt/IT-Competence-Center Schulen, gab aktuelle Informationen zur IT- Ausstattung und zum Support an den Stuttgarter Schulen sowie zu den weiteren Planungen z. B. bei den Themen Mobile Devices, WLAN Zugang und Multimedia-Ausstattung.

Thomas Irion (Foto), Direktor des Instituts für Erziehungswissenschaft und Direktor des Zentrums für Medienbildung (ZfM) an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, den Stand der digitalen Medienbildung und deren bildungspolitische Verankerung. Dabei wurden auf der Basis kognitionspsychologischer und schulpädagogischer Erkenntnisse insbesondere Potenziale des Lernens mit Tablets für die Fachdidaktik, die Allgemeine Didaktik und die Grundschuldidaktik vorgestellt.

Workshop Umsetzungsbeispiele für Medienbildung in der Grundschule

Wie kann die Leitperspektive Medienbildung in den Fächern der Grundschule umgesetzt werden? Anke Leucht vom Referat Pädagogische Unterstützungssysteme und Alexandra Riehl vom Referat Grundsatz/Innovation am LMZ BW vermittelten in diesem Workshop exemplarische Umsetzungsmöglichkeiten in einzelnen Fächern aus dem Alltagsunterricht. In Kleingruppen wurden konkrete Beispiele ausprobiert. Präsentation von Frau Leucht und Frau Riehl

Workshop Audio- und Radioarbeit im Unterricht

Mit dem Start der neuen Bildungspläne in Baden-Württemberg und der Einführung der Leitperspektive Medienbildung stellt sich die Frage nach Umsetzungsmöglichkeiten und einfachen Methoden für den Unterricht. Die Audio- und Radioarbeit eignet sich aufgrund des niederschwelligen Zugangs zur Unterrichtsgestaltung hierzu besonders gut. Ob Radio-AG, Seminarkurs, freies Projekt oder Teil einer Unterrichtseinheit, die aktive Audioarbeit bietet vielfältige Möglichkeiten, Themen lebendig und kreativ aufzubereiten. Dejan Simonović, Referent am SMZ Stuttgart, und Steffen Eifert, Projektleiter Ohrenspitzer, LMZ BW, gaben Einblicke in die Radioarbeit sowie konkrete Tipps zur Umsetzung. Sie präsentierten den neuen „Leitfaden – Audio- und Radioarbeit im Unterricht“ und das Ohrenspitzer ON AIR.

Workshop Sprechende Bilder

Sprechende Bilder sind ein tolles Beispiel für aktive Medienarbeit im Unterricht. Diese Methode eignet sich für alle Fächer und Altersstufen. Am Anfang steht die Auswahl eines geeigneten Bildes. Das kann eine Fotografie sein, eine Grafik, ein selbst gemaltes Bild. Was würden wir hören, würden die Komponenten eines Bildes mit uns sprechen? Welche Dialoge könnten Menschen führen, was möchte uns ein Gegenstand mitteilen, was ein Tier? Die Werkzeuge für die Herstellung finden sich auf jedem PC: PowerPoint (oder vergleichbares Präsentationsprogramm) und Audacity (ein kostenloses Audioschnittprogramm). Wie solch eine Medienproduktion in einer Doppelstunde gelingt, zeigte Gerhard Esser, Pädagogischer Referent am SMZ Stuttgart.

Workshop Filmarbeit/Videoprojekt

In diesem Workshop lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ein gutes Videoprojekt mit Schülern im Unterricht zum Beispiel im Fach Deutsch gemacht werden kann. Nach einer gemeinsamen Projektplanung wurden in kleinen Gruppen unterschiedliche Szenarien aufgenommen, die anschließend gemeinsam begutachtet und mit Adobe Premiere Elements Software bearbeitet wurden. Josef Neuberger, Referent/Medieningenieur am SMZ Stuttgart, ließ keine Frage unbeantwortet.

Workshop iPads für Einsteiger

OStR Dr. Harald Hochwald, Pädagogischer Referent am SMZ Stuttgart, erklärte die Arbeits- und Einsatzmöglichkeiten von iPads. Teilnehmer/-innen dieses Workshops lernten die grundlegende Philosophie und Arbeitsweisen kennen und erhielten Empfehlungen und Antworten auf ihre Fragen. Am Ende des Workshops stand der „iPad-Führerschein“.

Workshop iPads in Schülerhand

Einsatzszenarien für die Nutzung von Tablets im Unterricht gibt es ausreichend: Recherche, Präsentation, Dokumentation, Video- und Audioschnitt, Produktion von Erklärvideos, etc.: OStR Dr. Harald Hochwald, Pädagogischer Referent am SMZ Stuttgart, stellte erprobte Apps und Unterrichtssequenzen vor, die in allen Fächern einsetzbar sind.

Workshop Trickfilme mit iPads

Noch nie war es so einfach, Trickfilme selbst zu produzieren. Man braucht nur ein Gerät und das lässt sich einfach und intuitiv bedienen. So rückt die Technik in den Hintergrund und man kann sich ganz auf die Inhalte und deren kreative, filmische Umsetzung konzentrieren. Durch die leicht erlernbare Stop-Motion-Technik lassen sich Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe motivieren. Dejan Simonović (Referent SMZ Stuttgart) gab einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten für den Einsatz in der Schule. Die Teilnehmer/-innen hatten  Gelegenheit, verschiedene Animationstechniken selbst auszuprobieren.

Workshop „Hass im Netz – Hatespeech, Shitstorm, Cyber-Hetze”

In Online-Netzwerken ist ein hasserfüllter, verletzender Umgangston leider keine Seltenheit mehr. Debatten werden immer häufiger mit aggressiven, beleidigenden und verunglimpfenden Kommentaren geführt. Hass ist aber nicht weniger verletzend, wenn er im digitalen Raum stattfindet. Der Workshop von Anja Franz, Referentin für Pädagogischen Jugendmedienschutz am LMZ, behandelte Erscheinungsweisen und Handlungsmöglichkeiten in Schule und Unterricht.

Handout und Präsentation von Anja Franz

Dieser Medienkompetenztag fand im Rahmen der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg statt und wurde vom Stadtmedienzentrum Stuttgart in Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg organisiert. Neue IT-Technologien, digitale Medien, neue Medienformate und immer neue Anwendungsmöglichkeiten haben unsere Gesellschaft in den letzten Jahren stark verändert und sie werden immer stärker zum integralen Bestandteil unseres alltäglichen Handelns. Neben der privaten Nutzung ist der geübte Umgang mit Medien heute auch eine zentrale Schlüsselqualifikation für den Erfolg in Beruf und Gesellschaft. Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ deshalb dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem „Kindermedienland Baden-Württemberg“ werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).

Fotos: Christian Reinhold / Landesmedienzentrum BW

Kontakt

Saskia Nakari
0711 2850-797
nakari@lmz-bw.de